Wärmepumpe: Heizen und kühlen mit erneuerbarer Energie
Aufgrund hoher und stetig steigender Heizkosten setzen immer mehr Bauherren und Immobilienbesitzer auf die Energie von Luft, Wasser, Sonne oder Erde. Dies geschieht anhand einer Wärmepumpe. Möglich sind beispielsweise eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Wasser-Wärmepumpe oder eine Solar-Wärmepumpe. Es gibt viele gute Gründe für diese Art Energie zu nutzen. Die Bedeutendsten sind folgende:
Der Energiebedarfsanteil ist besonders gering, so dass es zu einem hohen Strom-Einsparnispotential kommt.
Zur Erwärmung und Kühlung werden fast ausschließlich erneuerbare Energien genutzt
Es entstehen keine kosten für Kamin, Gasanschluss oder Öltank.
Die unvorhersehbare Preisentwicklung von Gas und Öl tangiert den Besitze einer Wärmepumpen nicht im Geringsten.
Eine Wärmepumpe benötigt sehr wenig Platz und kann daher auch bei der Nachrüstung eines Altbaus Verwendung finden.
Es besteht die Möglichkeit die Energie von Sonne, Wasser und Luft zu kombinieren. Ebenso sind Einzellösungen möglich.
Aufgrund ihrer ressourcenfreundlichen Eigenschaften stellt die Wärmepumpe einen wichtigen Beitrag dar, den fast jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.
Wie eine Wärmepumpe funktioniert kann man überraschend einfach erklären. Man stelle sich einen Kühlschrank vor. Dieser entzieht den Lebensmitteln Wärme, um die Umgebung kühl zu halten. Bei einer Wärmepumpe ist lediglich der Nutzen ein anderer. Sie entzieht der Umgebung Wärme und nutzt einen Kompressor, um diese auf die gewünschte Raumtemperatur zu pumpen.
Die durch die Wärmepumpe generierte Energie gestaltet sich folgendermaßen: Ein Viertel elektrische Antriebsenergie und drei Viertel Umweltenergie aus Sonne, Wasser, Luft oder Erde ergeben vier Viertel nutzbare Energie. Drei Viertel dieser Energie gibt es zum Nulltarif.
Doch nicht nur die Kostenersparnis ist ein Argument für die Wärmepumpe. Sie ist zudem äußerst umweltfreundlich. Um diese Behauptung mit Fakten zu belegen, sei gesagt, dass bei der Energiegewinnung durch eine Wärmepumpe durchschnittlich gut 40% weniger CO2 ausgestoßen wird als bei einer Gasheizung. Verglichen mit einer Ölheizung handelt es sich sogar um fast 60% weniger CO2-Emissionen. Am Standort selbst kommt es zu keinerlei Emission.
Wärmepumpen können auch zur Warmwassergewinnung genutzt werden. Für diesen Zweck kommen etwas größere Geräte zum Einsatz, welche diese Aufgabe meistern können. Allerdings steigen dadurch die Kosten, denn zu Erwärmung von Wasser wird mehr Energie benötigt als durch die Beheizung des Hauses. Ebenso steigen die laufenden Kosten und die Effizienz sinkt um etwa 25%. Besser ist es dagegen, Wärmepumpen mit thermischen Solaranlagen zu kombinieren. Auf diese Weise kann die Warmwassergewinnung zu 70% durch Sonnenenergie und zu 30% durch die Wärmepumpe abgedeckt werden.
Webtipp: MSN Nicks
Mit einer Wärmepumpe kann nicht nur geheizt, sondern auch gekühlt werden. Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
Aktive Kühlung durch „Umkehrung“ des Prinzips der Wärmepumpe. Die sogenannte reversible Wärmepumpe funktioniert dann wie ein Kühlschrank.
Passive Kühlung durch die Nutzung niedrigerer Temperaturen aus Grundwasser oder Erde. Diese wird durch das Wärmeabgabesystem an die entsprechenden Räume abgegeben. Vorteil zur aktiven Kühlung: Der Kompressor der Wärmepumpe wird nicht in Betrieb genommen.
Weiterführende Artikel:
Installation einer Wärmepumpe