Planung der Wärmepumpe: Nichts vergessen!
Der Bau einer Wärmepumpe ist ein ausgesprochen komplexes Projekt. Damit sie effektiv, möglichst kostengünstig und störungsfrei arbeiten kann, ist die vorherige Planung, bei der das Augenmerk auf sämtliche Komponenten gelegt wird, unbedingt erforderlich.
Der erste Schritt bei der Planung einer Wärmepumpe ist stets die Ermittlung der Gebäudedaten. Hier müssen die Heizlast des Hauses nach einer speziellen DIN und der Bedarf an Warmwasser ermittelt werden. Zudem muss bereits jetzt festgelegt werden, welche Systeme zur Wärmeabgabe erwünscht sind. Beispielsweise kann man sich für Heizkörper oder eine Fußbodenheizung entscheiden. Ebenso wird zu diesem Zeitpunkt die Temperatur des Wärmeabgabesystems mit einer möglichst geringen Vorlauftemperatur gewählt.
Anhand der ermittelten Daten, kann nun die Dimensionierung der Wärmepumpe festgelegt werden. Die Entscheidung muss auch die Betriebsart der Wärmepumpe beinhalten. Soll sie monovalent, monoenergetisch oder bivalent in Betrieb genommen werden? An dieser Stelle muss auch die Größe des Speichers für die Bereitung von Warmwasser bestimmt werden.
Ein besonders wichtiger Schritt bei der Planung einer Wärmepumpe ist die Wahl der Wärmequelle. In Frage kommen beispielsweise Wasser, Luft, Erde oder Sonne. Diese unterscheiden sich nicht nur in den zur Verfügung stehenden Temperaturen, sondern auch im Aufwand, der für die Erschließung betrieben werden muss und welche Kosten dadurch entstehen. Außerdem müssen die Gegebenheiten für die gewünschte Wärmepumpe stimmen. So kann die Wasser-Wärmepumpe beispielsweise nur dort gebaut werden, wo ausreichend Grundwasser zur Verfügung steht. Luft ist als Wärmequelle besonders günstig. Der Aufwand für den Bau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist denkbar gering. Hier muss aber der Nachteil bedacht werden, dass gerade bei niedrigen Temperaturen eine Zusatzheizung benötigt wird, wodurch Mehrkosten entstehen.
Beim Vergleich der verschiedenen Wärmepumpen müssen nicht nur die Investitionskosten miteinander verglichen werden. Auch die fortlaufenden Betriebskosten sind von enormer Wichtigkeit. Hier greift ein einfaches Prinzip: Je effizienter eine Wärmepumpe arbeitet, desto geringer sind die entstehenden Kosten. Generell lässt sich sagen, dass aber alle Betriebsarten der Wärmepumpe relativ geringe Unterhaltskosten mit sich bringen.
Für manche Wärmequellennutzung ist eine Genehmigung nötig. Die Bearbeitung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Dies muss, genau so wie die Kosten für das Landratsamt, eingeplant werden.
Nicht zu vergessen sind die staatlichen Fördermittel, die unter gewissen Bedingungen für den Bau einer Wärmepumpe vergeben werden. Um die Kosten für den Betrieb der Wärmepumpe besonders niedrig zu halten, sind die Stromanbieter zu vergleichen.
Zur Planung einer Wärmepumpe gehört selbstverständlich auch die Auftragsvergabe an diverse Unternehmen, welche am Bau beteiligt sein werden. Hier müssen beispielsweise Bohrfirmen verglichen werden, um den besten Anbieter für die Bohrarbeiten zu beauftragen. Gleiches gilt für die Elektroarbeiten. Aufgabe der gewählten Firma wird es sein, Leitungen zu verlegen, den Zähler für die Wärmepumpe zu beantragen, die Zählerplätze für den benötigten Sonderstrom einzurichten und den Starkstromanschluss anzulegen.
Bei der Planung, gerade bei Mehrfamilienhäusern, sollte auf die Absprache mit den Vermieter geachtet werden.
Informationen gibt es z.b. in solchen Foren:
Umlage Solaranlage Wartung Mieter-Vermieter